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Jack

Deutscher Schäferhund, *02.03.2011

Ich wurde abgegeben, weil man nicht mit mir klar käme und ich angeblich bissig wäre.

Die Tierheimleute haben sich immer gefragt, wie die Leute darauf kommen,
denn hier im Tierheim bin ich absolut problemlos im Umgang und sehr lieb, aber der Zufall will's
und über Dritte bekommt man dann ein paar Detailinfos, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Meine Ex-Besitzer waren wohl auf einem Hundeplatz, der nach antiquierten Methoden arbeitet.
Findet man ja leider immer mal wieder, irgendwie scheinen diverse Vereine noch nicht im Jahr 2013
angekommen zu sein - positive Bestärkung und ein freundschaftliches, partnerschaftliches Miteinander
zwischen Mensch und Hund scheinen dort nicht an oberster Stelle zu stehen.

Wie dem auch sei: Man versuchte sich an mir mit diversen Methoden
und ich reagierte anscheinend nicht so wie gewollt.

Irgendwann stinkt es einem als Hund ja auch mal und es kam Tag X und ich zeigte
meinem damaligen Besitzer mal, was ich von all dem hielt und schnappte zu Hause zu.

Kurz darauf landete ich dann im Tierheim und, wie bereits erwähnt, hier mache ich von Anfang an
absolut keine Probleme und habe noch nie auch nur ansatzweise meine Zähne gezeigt,
auch wenn ich anfangs echt die Hosen voll hatte.
Aber ich merkte bald, das man mir hier freundschaftlich und nett begegnet und so brach das Eis.

Über mich kann man hier folgendes sagen:

Ich bin jung, dynamisch, stürmisch, hippelig....und.....noch unerzogen......aber das ist ja nix,
wo man nicht dran arbeiten könnte.
Hier im Tierheim habe ich einen festen Paten mit einer Tochter von 11 Jahren, die mich regelmäßig
besuchen und mit mir Gassi gehen (ui, da freue ich ich immer wie dolle), die können echt alles mit mir machen:
Schmusen (das liebe ich übrigens sehr), knuddeln, toben, spielen, bürsten und es passiert.....
NIX.....Komisch, gelle? ;-)

Ich laufe relativ anständig an der Leine (Ausnahmen bestätigen die Regel ;-)) und die Grundkommandos
wie Sitz und Platz sind mir auch nicht fremd, aber natürlich noch ausbaufähig.
Der Besuch einer GUTEN !!!!!! Hundeschule (und damit meine ich definitiv keinen
mittelalterlichen Hundeplatz mit Kasernenton) sollte selbstverständlich für euch sein.
Ich möchte körperlich wie geistig gefordert werden, das liegt mir im Blut und macht mir große Freude.

Das Thema Artgenossen....
....tja, wie fange ich das am besten an....

Ich scheine nicht die beste Sozialisierung diesbezüglich genossen haben.
Mit Yvette, der Kangalhündin, habe ich mir paarmal den Freilauf geteilt, aber das ging eher so lala.
Ich bin diesbezüglich leider ein richtiger Proll und man kann froh sein, dass Yvette mich absolut nicht
für voll genommen und links liegen gelassen hat.
Aber das kann bei einem anderen Artgenossen, der nicht so relaxt ist, schon ganz anders aussehen.
Meine Hand lege ich dafür nicht ins Feuer, dass es da nicht mal zu einer Keilerei kommt.

Wenn ich an der Leine auf einen fremden Artgenossen treffe, dann mache ich mords Radau
und da braucht man schon Kraft, um mich zu halten.
Kleinere Hunde finde ich anscheinend zum großen Teil angenehmer.
Den Boris habe ich schon kennengelernt und fand ihn nett, wir haben sogar zusammen ne Runde gespielt.
Aber auch hier muß man immer sehr genau abwägen, ob man den Kontakt zulassen sollte oder eher nicht -
nicht dass mal was passiert.

Aber auch hier gilt: Alles ist trainierbar und ich bin clever!
Ein bißchen Geduld und Erfahrung solltet ihr auf jeden Fall mitbringen, aber das schaffen wir sicherlich,
denn ich bin ein schlaues Kerlchen und möchte gefallen.

Kleine Kinder möchte ich nicht in meiner Familie haben.

Auto fahren gehört momentan anscheinend noch nicht zu meinen Stärken, da belle ich vor Aufregung sehr viel -
aber auch dies wird sich sicherlich bald legen, denn: Übung macht den Meister.

Ich wäre wirklich ein supertoller Kerl und Rohdiamant für eine sportliche, aktive und hundeerfahrene Familie.
Wir hätten sicherlich eine Menge Spaß zusammen, lernt mich doch mal kennen.





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